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Matchberichte

09.05.2014
SC Seengen - FC Seon 2:3 (1:0)
Seon kehrt Derby in den Schlussminuten

Das Seetalderby zwischen dem SC Seengen und dem FC Seon beinhaltete sämtliche Zutaten, welche es für ein packendes Derby benötigt. Packende Zweikämpfe, viele Tore und eine an Dramatik kaum zu überbietende Schlussphase.

Die Ausgangslage für dieses Spiel war mehr als brisant. Die Begegnung zwischen den beiden Kontrahenten aus dem Seetal geniesst seit Jahrzehnten einen besonderen Stellenwert. Des Weiteren sind beide Teams durch den bisherigen Saisonverlauf abstiegsgefährdet. Nur gerade zwei Punkte trennten die beiden Mannschaften vor der Partie. Verlieren verboten hiess die Devise, vor allem für den Gastgeber aus Seengen, welcher auf der zweitletzten Position platziert war.
Die Gewichtigkeit dieser Auseinandersetzung war den beiden Mannschaften zu Spielbeginn anzumerken. Beide waren auf einen geordneten Spielaufbau fokusiert ohne ein allzu grosses Risiko einzugehen. Das Heimteam besass in dieser Spielphase gewiss etwas mehr Spielanteil, die vorgetragenen Angriffsbemühungen landeten jedoch durch die unpräzise Spielweise oftmals im Seitenaus oder in den Füssen der Seener Verteidigung.
Die ersten Torgelegenheiten ereigneten sich durch zwei Eckbälle auf Seiten der Gäste, zweimal war es Marc Huggenberger, welcher seine Kopfbälle jedoch neben das Tor setzte. Von Seiten des Heimteam war in der Startphase keine ernennenswerte Torchance zu verzeichnen.
Die Gäste aus Seon schalteten vorallem bei Balleroberungen im Mittelfeld blitzschnell von Verteidigung auf Angriff. Ein Paradebeispiel davon ereignete sich in der 20. Spielminute. Marc Huggenberger konnte den Spielaufbau mit einem geschickten Tackling unterbinden und Matthias Gerber in der gegnerischen Platzhälfte lancieren. Dieser enteilte der Verteidigung bis zur Grundlinie, von wo er Roger Suter mit einem Querpass bediente. Mit ein zwei Hacken versuchte der Angreifer die letzten Gegenspieler abzuschütteln, blieb jedoch mit seinem Abschluss in der gegnerischen Verteidigung hängen.
Ein wichtiger Aktivposten an diesem Abend bei den Seener war Spielmacher Muzaffer Hatir, welcher durch Balleroberungen in der Defensive, sowie gelungenen Angriffsauslösungen auffiel. Seine beste Aktion während der ersten Halbzeit endete in der 35. Minute mit einem Gewaltschuss aus 20 Metern, welcher durch den Seenger Schlussmann und Captain David Schaffner gerade noch zur Seite abgelenkt werden konnte.
Dies war nur eine kleine Auswahl der vielen Torgelegenheiten der Gäste während der ersten Halbzeit, man hätte schon längst mit 2-3 Toren in Führung liegen müssen. Dem war jedoch nicht so, und so kam es wie es kommen musste. Für einmal klappe auf Seiten der Platzherren auch das finale Zuspiel und so war es Tim Andrä welcher nach einer Balleroberung im Mittelfeld perfekt lanciert wurde. Der aus dem Tor geeilte Schlussmann Mike Surer kam den entscheidenden Schritt zu spät und musste mitansehen wie der Ball an im vorbei ins Netz zum 1:0 Pausenstand zischte.

In der Kabine während der Pausenansprache von Trainer Oliver Surer hatte man die Gelegenheit den bitteren Gegentreffer kurz vor dem Halbzeitpfiff zu verdauen. Mit Simon Gerber kam ein frischer Mann für den angeschlagenen Captain Marcos Santana ins Spiel.
Den Gästen gelang es jedoch nicht vollständig die richtigen Schlüsse aus den ersten 45. Minuten zu ziehen, es waren die Seenger, welche mit mehr Schwung und Entschlossenheit aus der Kabine kamen. Diese Überlegenheit führte zu Beginn der zweiten Halbzeit zu zwei guten Torgelegenheiten auf Seiten der Platzherren, welche jedoch nicht vom Erfolg gekrönt waren. Eine davon wurde vom freistehenden Angreifer, welcher seine Schuss aus kurzer Distanz neben das Tor setzte, kläglich vergeben.
Während der stärksten Phase der Seenger, war es Matthias Gerber, welcher in der 71. Spielminute mit einer starken Einzelleistung für den Ausgleich besorgt war. Seinen letzten Gegenspieler liess er gekonnt mit einer Körpertäuschung aussteigen und traf in die entfernte Torecke zum vielumjubelten 1:1 Ausgleich. Das Spiel war nun sehr offen, einen möglichen Ausgang dieser Partie vorauszusagen war zu diesem Zeitpunkt nur schwer vorherzusagen. Die Zweikämpfe häuften sich und hie und da musste der Spielleiter klärend eingreifen. So auch nach einem Foulspiel von Prek Gjidodaj in der 80. Spielminute, welches mit der Gelben Karte bestraft wurde. Zugleich wurde Pascal Keller, welcher diese Gelbe Karte beim Unparteiischen vehement einforderte mit seiner zweiten Karte bestraft, worauf er das Spielfeld verlassen musste.
Der anschliessende Freistoss führte zu einem Eckball, welcher nahe ans Tor getreten wurde. Die Seener Defensive war sich in dieser Situation nicht einigen wer für diesen Ball zuständig ist und so war es Damian Wüthrich, welcher von dieser Ungereimtheit profieren konnte und aus naher Distanz zum 2:1 Führungstreffer in Unterzahl einköpfte. Dieser Gegentreffer kurz vor Spielende erforderte einige Umstellung im Spielsystem der Seener. Fortan agierten Seon nur noch mit drei Verteidigern und versuchte so den Gegner vermehrt unter Druck zu setzten. Dies sorgte für viel Raum für die Seenger Angreifer, ein platzierter Schuss aus 16 Meter konnte Mike Surer mit einer starken Reaktion gerade noch um den Pfosten lenken. Im direkten Gegenstoss im Anschluss an den Eckball wurde die offensivere Spielweise ein erstes Mal belohnt. In der 89. Spielminute behauptete Roger Suter, welcher von Prek Gjidodaj angespielt wurde, den Ball nahe der Strafraumgrenze. Sein Abschluss mit dem starken rechten Fuss wurde noch leicht abgelenkt und landete mit viel Effet zum 2:2 in den Maschen.
Was nun, fragten sich die Zuschauer, sowie einige Spieler in den Reihen der Seener. Resultatverwaltung oder nochmal aufs Gaspedal drücken und den Totalerfolg anstreben. Die Antwort darauf liefert der Eingewechselte Stefan Staufer, welcher an der Seitenlinie unwiderstehlich drei Gegenspieler stehen liess, welche vergeblich versuchten den trickreichen Flügelspieler von den Socken zu hauen. Im Richtigen Moment hob er noch einmal den Kopf und zog entlang der Grundlinie in Richtung Tor, von wo aus er den freistehenden Elvir Cifric im Rücken der Verteidigung perfekt in Szene setzte. Mit einem satten Schuss unter die Lattenunterkante war der siegbringende und frenetisch bejubelte Führungstreffer Tatsache. Kurze Zeit später beendete der Unparteiische das nervenauftreibende Derby.
Seon wurde für eine kämpferische und vor allem in der ersten Halbzeit überlegene Spielweise mit drei äusserst wichtigen Punkten belohnt. Somit war die Revanche für die bittere Niederlage in der Hinrunde mehr als gelungen. Der Ausgang dieser Partie könnte ende Saison für beide Mannschaften von entscheidender Bedeutung gewesen sein.

SC Seengen - FC Seon 2:3 (1:0) - Musterplatz
Tore: 44. Tim Andrä 1:0, 71. Matthias Gerber 1:1, 82. Damian Wüthrich 2:1, 89. Roger Suter 2:2, 92. Elvir Cifric 2:3

Aufstellungen:
SC Seengen: David Schaffner (C), Branko Batinic, Manuel Dammiano, Pascal Keller, Robin Dössegger, Tim Andrä, Torsten Sack (63. Janis Halbeisen), Marco Hungerbühler, Patrick Hiltpold (66. Nico Gautschi), Elia Bonetta (85.Nino Keiser), Damian Wüthrich

FC Seon: Mike Surer, Timo Burkart, Prek Gjidodaj, Martin Müller, Marcos Santana (C) (46. Simon Gerber), Marc Huggenberger, Muzaffer Hatir, Remo Sager (74. Elvir Cifric), Berat Ibrahimaj, Matthias Gerber (83. Stefan Stauffer), Roger Suter

Nicht Eingesetzt Seon:
Urs Lindenmann, Bertan Kanik, Tommaso Serratore, Alain Baumann

Abwesend Seon:
Patrick Gerber, Michael Wirz, Marco von Känel, Michele Coscia (Alle nicht im Aufgebot), Matthias Kokontis, Nils Rösli (Beide Verletzt) Patrick Hoffmann (Militäir).
 


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