SC Zofingen 30+ - FC Seon 30+ 5:4 (nach Elfmeter)
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Cup-Krimi in Zofingen – bitteres Ende vom Punkt
Auch in der zweiten Cuprunde hiess es für den FC Seon: Tasche packen und Kilometer machen. Nach der langen Reise wartete beim SC Zofingen ein grosser Platz, der sich überraschend tief und nass präsentierte und beiden Mannschaften einiges abverlangte.
Die Gastgeber machten von Beginn weg keinen Hehl aus ihrem Plan. Einfach, geradlinig und durchaus effizient: lange Bälle auf die grossgewachsenen Spieler oder über die spielstarke Nummer 11. Zofingen war in der ersten Halbzeit zudem etwas bissiger in den Zweikämpfen und machte Seon das Leben schwer.
Dann folgte die Szene, die besonders bitter in Erinnerung bleiben sollte. Seon setzte zu einem vielversprechenden Angriff an, als der Schiedsrichter den Ball im Aus sah und die Aktion abpfiff – obwohl selbst der gegnerische Linienrichter die Fahne unten liess. Ärgerlich genug. Noch bitterer: Praktisch direkt aus diesem Fehlentscheid entstand das 1:0 für Zofingen. Nach einem Seoner Fehlpass schalteten die Gastgeber schnell um und spielten mit zwei gut getimten Pässen die Defensive aus. Statt einer vielversprechenden Seoner Offensivaktion lag man kurz darauf mit 0:1 zurück.
Nach der Pause zeigte Seon jedoch eine klare Reaktion. Die Mannschaft trat deutlich verbessert auf, fand besser ins Spiel und drängte auf den Ausgleich. Wie der Ball bei einer Doppelchance nicht im Tor landete, wussten wohl nur die Zofinger Verteidiger: Den ersten Abschluss kratzte einer mit einer Grätsche von der Linie, den zweiten klärte ein weiterer Verteidiger per Kopf ebenfalls unmittelbar vor dem Tor.
Doch Seon blieb dran – und wurde belohnt. Lüdi fand mit seinem Zuspiel Roger Suter, der zum verdienten 1:1 traf und die Partie wieder völlig öffnete.
Auch Zofingen blieb gefährlich. Buchser war jedoch zur Stelle und zeigte über die gesamte Partie zwei bis drei starke Paraden. So blieb es beim 1:1 und der Cup-Krimi musste im Elfmeterschiessen entschieden werden.
Dort machte Buchser kurzerhand auch offensiv auf sich aufmerksam: Penalty selbst verwandelt – und danach noch einen gehalten. Viel mehr kann man als Torhüter im Elfmeterschiessen eigentlich kaum beitragen. Da Seon jedoch zwei Versuche nicht verwandeln konnte, reichte selbst das nicht für den Einzug in die nächste Runde.
So endet die Cupreise des FC Seon nach einem intensiven Abend in Zofingen bitter vom Punkt. Schade um das Ausscheiden – insbesondere nach der starken Reaktion in der zweiten Halbzeit. Die Moral, die Leistungssteigerung und ein Torhüter, der hinten hält und vorne trifft, dürfen aber definitiv mitgenommen werden.
In der Meisterschaft geht es am 25.09. um 20.15 mit dem Auswärtsspiel in Erlinsbach darum das Punktekonto auszubauen.